FDP fragt nach Konzept zur Schaffung benötigter U3 und Ü3 Plätze

Uwe Klein, Fraktionsvorsitzender

Nachdem der Magistrat die Schlossmühle nicht in eine Kita umbauen will, fordert die FDP Heusenstamm den Magistrat auf darzulegen, wie er den Bedarf an weiteren Kindereinrichtungen decken will.

Mit mindestens noch vier weiteren Gruppen für unter Dreijährige (U3) und einer Gruppe für über Dreijährige (Ü3) hat der Magistrat auf unsere Anfrage den prognostizierten Bedarf an weiteren Kindereinrichtungen in den Jahren 2019 -2021 angegeben. Weiter ist mitgeteilt worden, in der Schlossmühle würden voraussichtlich zwei U3 Gruppen und eine Ü3 Gruppe genehmigt werden. Unter Berücksichtigung von Kompromissen sei das Projekt nach Mitteilung der Fachberatung im Kreishaus umsetzbar. Für den Umbau sei mit einer Dauer von 10 bis 12 Monaten zu rechnen.

Die auf unsere Nachfrage angegebenen Alternativen überzeugen die FDP bislang nicht. Genannt wird uns ein Neubau auf der Grünfläche zwischen dem Busbahnhof und dem Schwimmbad für 2 Gruppen mit Ü3 Kindern. Ein Kostenvergleich mit den insbesondere benötigten und teureren U3 Plätzen ist nicht möglich. Die Verwirklichung dieser Lösung solle im Übrigen doppelt so lange dauern und würde auch nicht den insgesamt bestehenden Bedarf decken. Als Möglichkeit zur Schaffung von zwei U3 und zwei Ü3 Gruppen nennt der Magistrat noch die Anmietung des ehemaligen Sportstudios „Asketykon“ in der Berliner Straße. Dieses Objekt ist nach unserer Überzeugung keineswegs günstiger oder besser. Die Stadt würde nach einer vorgelegten Berechnung über 1,1 Mio. Euro Mieterinvestitionen neben den Mieten tragen müssen. Auch ist nicht ersichtlich, wie dort Freiflächen geschaffen werden können, das Gebäude liegt unmittelbar an einer verkehrsreichen Straße. Einer Pressemitteilung der SPD entnehmen wir, dass sie dieses Objekt ebenfalls nicht als Alternative sieht.

Der Magistrat ist deshalb gefordert, seine Pläne zur Deckung des von ihm mitgeteilten Bedarfs an U3 und Ü3 Plätzen offenzulegen. Dies gilt umso mehr, als der Bürgermeister die jüngste Entscheidung das Stadtparlaments juristisch angreift, den im November 2015 gefassten Beschluss zum Umbau der Schlossmühle in eine Kita nicht aufzuheben.

Uwe Klein
(Orts-/Fraktionsvorsitzender)